Festkommers "60 Jahre Spielmannszug Südlohn"

Der Spielmannszug Südlohn hat am Samstagabend zusammen mit rund 350 Gästen sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Festredner ließen noch einmal die Höhepunkte der jahrzehntelangen Geschichte des Zuges Revue passieren. Eine gelungene Mischung aus Rückblicken, Präsentationen der aktuellen Vereinsarbeit sowie Ausblicken in die Zukunft sorgen für einen kurzweiligen Abend. 






 

Die Feierlichkeiten begannen in der St. Vitus-Kirche mit einem Gottesdienst, den die Spielleute unter der Leitung von Michaela Hayk musikalisch bestimmten. In einem Festgefolge marschierten sie anschließend mit der Musikkapelle Südlohn durch den Ortskern zur Festhalle Terhörne. 


Dort erwartete die Freunde und Förderer des Spielmannszuges sowie Vertreter anderer Vereine ein unterhaltsames Programm. Immer mittendrin: Präsident und Gründungsmitglied Josef Frechen und Dorkas Bednarek, das neueste Mitglied unseres Vereins. Als Flötistin spielte sie im Jugendspielmannszug, den es auch schon seit 35 Jahren gibt und der an dem Abend für die musikalischen Höhepunkte sorgte.

Dabei zeigten die Kinder und Jugendlichen das Spiel, das sie zum amtierenden Grenzlandjugendmeister machte. "Es sieht alles so einfach aus, aber ich weiß, dass da viel Fleiß und Arbeit hintersteckt", sagte Pastor Stefan Scho in seiner Lobesrede, nachdem der Vorsitzende des Spielmannszuges, Norbert Rathmer, eine umfangreiche Erfolgsbilanz der letzten sechs Jahrzehnte gezogen hatte.
 
Insgesamt drei Mal wurden die Spielleute Deutscher Meister, elf Mal Grenzlandpokalsieger und und und. Der Verein, so Scho, habe immer an das eigene Können geglaubt, sonst hätte er wohl nicht so viele Ehrungen und Preise erreicht. "Allein die Erfolge in den letzten zehn Jahren füllen Seiten", betonte Bürgermeister Christian Vedder in seiner Laudatio.

All das hatten sich die 13 jungen Leute aus der Jugendgruppe der KAB-Werkmannschaft nicht erträumen lassen, als sie vor 60 Jahren den Spielmannszug gründeten. "Wir wollten einfach den Krieg vergessen und einen Neuanfang", blickte Präsident Josef Frechen zurück. "Und wir brauchten eine Freizeitbeschäftigung. Damals, in den 50er Jahren war ja noch nicht so viel los wie heute.“ 

Dass sich der Spielmannszug nicht nur als Bewahrer von Tradition und Brauchtum, sondern auch als modernes Spielleuteorchester versteht, demonstrierten die Schlagwerker zu späterer Stunde. Handelsübliche Mülltonnen und Blechbüchsen wurden plötzlich zu klanggewaltigen Schlaginstrumenten, was das Publikum mit stehenden Ovationen honorierte und sogar nach einer Zugabe verlangen ließ. 

Quelle: Münsterlandzeitung, 10.05.2010

 

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Gesamte Dia-Show mit rund 200 Fotos

Jubiläumsgala der Jugend "35 Jahre Jugendspielmannszug"

Jubiläumsjahr 2000