400 Jahre St. Vitus Schützenverein Südlohn 1606 e.V.

-Samstag-

 

Der Hohe Tag

Der Hohe Tag ist eine Komposition von Friedrich Deisenroth, die, aufbauend auf altem musikalischen Brauchtum früher Jahrhunderte, in einzigartiger Weise verschiedene Klangkörper miteinander verbindet. Die sechssätzige Suite wurde nämlich für großes Blasorchester, Spielmannszug, Kinder- oder Frauenchor und Männerchor komponiert und beschreibt sehr eindrucksvoll einen "Pfeifertag" in Westfalen des 17. Jahrhunderts
An diesen "Pfeifertagen" trafen sich die mittelalterlichen Spielleute, Trompeter, Pauker, "Thürmer und Stadtpfeifer" und "Pfeiferbanden" verschiedenster Art, um ihre rechtlichen Angelegenheiten oder Verstöße gegen die Regeln der Zunft zu ordnen.
Die Spielleute meist ländlicher Gebiete hatten sich in Bruderschaften und Zünften organisiert. Sie waren immer noch Fahrende, durften ihren Beruf aber nur in einer begrenzten Gegend ausüben, für die sie dann das absolute Privileg besaßen.
Nichtorgenisierte "Schwarzarbeiter" riskierten eine Geldstrafe oder gar den Einzug ihres Instrumentes, wenn man sie beim "heimlichen Auftritt" erwischte.

Die Verwaltung, Rechtsprechung und Überwachung der Zunft-Statuten lag in den Händen eines Pfeiferkönigs der an einem solchen Pfeifertag in sein Amt gewählt wurde.
Die Pfeifertage waren musikalische Höhepunkte der Spielleute und gleichzeitig auch Volksfeste mit traditionell vorgegebenem Ablauf, der sich in sechs Sätzen widerspiegelt.  

Der erste Satz, "Die Ratsmusikanten auf dem Turm", ist eine richtige spätmittelalterliche Turmmusik mit wenigen Blechbläsern und Kesselpauken. (Es klingt, als würden alle zu dieser Versammlung aufgerufen.)

Es folgt die "Tagwacht", bei der das musikalische Wecken dargestellt wird und der Spielmannszug besondere Geltung erlangt.

Der dritte Satz, "Im Münster", führt in einen Festgottesdienst und spiegelt einen feierlichen Abschnitt der Messe wider.

Danach geht es zum "Bankett" und man kann förmlich die Würde und Erhabenheit spüren, wie gravitätisch die Rats- und Schützenherren mit ihren großen Ordensketten den Saal betreten.

Abwechslungsreich setzt sich die Suite mit einem virtuosen "Trillertanz" fort, der durch ständige Steigerung der Lautstärke, des Tempos und der Instrumentierung einzigartige Wirkung erzielt.

Die "Nachtwache" bildet den ausdrucksvollen Abschluß der Komposition und stellt einen Zapfenstreich eigener Art dar. Nach der Einleitung des Spielmannszuges wird zunächst das Zapfenstreichthema vorgestellt. Doch nach zehn anschließenden Glockenschlägen folgt das berühmte Nachtwächterlied mit Solo-Sänger und gemischtem Chor. Das Nachtwächterhorn erklingt; das Zapfenstreichthema erscheint erneut, wird jetzt aber in Kombination mit dem Nachtwächterlied präsentiert, so daß das Werk mit einem klangvollen, bombastischem Finale endet. 
     

 

 

Download: Der Hohe Tag 26.08.2006* 

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 1_DerHoheTag_Teil_1.avi 7.33 MB 383
 2_DerHoheTag_Nachtwache.avi 8.91 MB 309
 3_DerHoheTag_Aplaus.avi 3.07 MB 194
 4_Europahymne.avi 9.51 MB 201
 5_Europahymne_Feuerwerk.avi 3.66 MB 195
 Audio_DerHoheTag_01_Ratsmusikanten.mp3 4.33 MB 458
 Audio_DerHoheTag_02_Tagwacht.mp3 3.25 MB 345
 Audio_DerHoheTag_03_ImMuenster.mp3 4.23 MB 287
 Audio_DerHoheTag_04_Bankett.mp3 4.04 MB 280
 Audio_DerHoheTag_05_Trillertanz.mp3 3.70 MB 262
 Audio_DerHoheTag_06_Nachtwache.mp3 2.23 MB 326
 Audio_DerHoheTag_07_Chor.mp3 7.45 MB 323
 Audio_DerHoheTag_08_Finale.mp3 2.60 MB 308
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Serie zum Jubiläumsschützenfest 2006 

Teil I: Das Festprogramm

Teil II: Vor dem Fest

Teil III: Das Schützenfest kann beginnen

Teil IV: Bericht

Teil V: Fotos